Was ist Laktoseintoleranz?

Was ist eigentlich Laktoseintoleranz?

Menschen mit Laktoseintoleranz können Milchzucker (Laktose) nicht verdauen.

Lactose ist ein Zweifachzucker, der sich aus Galactose und Glucose zusammensetzt. Das körpereigene Enzym Lactase (Laktase) spaltet die Laktose in die Einfachzucker Galactose und Glucose auf, die dann vom Körper aufgenommen werden können.

Wird der Milchzucker (Laktose) nicht oder nicht ausreichend aufgespalten und vom Körper aufgenommen, landet der Milchzucker unverdaut im Dickdarm. Dort wird er von Darmbakterien aufgenommen und vergoren. Als Gärungsprodukte entstehen Lactat (Milchsäure) und die Gase Methan (CH4) und Wasserstoff (H2). Die Gase führen unter anderem zu Blähungen, die osomotisch aktive Milchsäure zu einem Wassereinstrom in den Darm (osmotischer Diarrhoe) mit daraus resultierendem Durchfall.

Laktase wird von Menschen und Säugetieren während der Stillzeit gebildet. Nach der Entwöhnung des Säuglings wird weniger Laktase vom Körper hergestellt. Allerdings ist dies durch Vererbung sehr unterschiedlich ausgeprägt.

In Westeuropa, Australien und Nordamerika sind nur ca. 5–15 % der erwachsenen, hellhäutigen Bevölkerung nicht mehr in der Lage Lactose zu verdauen. In Asien und Afrika sind es fast die gesamte erwachsenen Bevölkerung (ca. 90 %).

Häufig leiden Menschen mit angenommenem Reizdarmsyndrom unwissend an Laktoseintoleranz.

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